Kolloquien am Forschungsinstitut

Öffentliche Vorträge mit anschliessendem Gespräch

Ort:     Mittelraum des Glashauses
Zeit:    Donnerstags 18:00 - 19:30 Uhr

19.02.2026: Otto Ulrich
«Kulturfortschritt durch KI?»

Alles wird elektrischer – es wird ein Kulturfortschritt versprochen. Heute leben wir im Übergang in eine neue Epoche; sie wird stärker von Elektrizität geprägt sein. Aber: diese neue, elektromagnetisch strahlende Zivilisation hat auch ihre Nebenwirkungen: der rasante Anstieg der Krebserkrankungen gehört dazu. Wie kommen wir da wieder raus?

26.02.2026: Tanja Baumgartner & Eckart Grundmann 
«Die Evolutionsreihe von Rudolf Steiner als Urbild für die Entwicklung im Lebendigen»

Die Evolutionsreihe wurde von Rudolf Steiner als Werkzeug für die Arbeit mit der Eurythmie gegeben. Die Forschung im Institut ArteNova hat gezeigt, dass die Lautfolge ein Urbild für Entwicklungsprozesse in allen Lebensbereichen ist – von den Pflanzen über die Tiere bis hin zum Menschen in seiner Biografie und in sozialen Prozessen. Mit den Lauten und Übergängen in der Evolutionsreihe können wir differenziert im Ätherischen wahrnehmen und erkennen und darauf aufbauend gestalten und handeln. An Forschungsprojekten und Beispielen aus der Natur zeigen wir den Charakter und das zukunftsweisende Potenzial dieser Lautreihe und freuen uns auf die Diskussion.

05.03.2026: Maria Olga Kokornaczyk
«Diagnostik multipler Krebsarten: Wie bildschaffende Verfahren abschneiden»

Die sogenannten bildschaffenden Verfahren nutzen Muster, die beim Eintrocknen von Körperflüssigkeiten entstehen, und könnten frühe Hinweise auf Krebs liefern und damit die Behandlungschancen verbessern. In diesem systematischen Review mit Meta-Analyse wurden Studien zusammengetragen und ausgewertet, die untersucht haben, wie gut solche Tests Krebs erkennen. Insgesamt wurden 41 Studien mit fast 16'000 Teilnehmenden berücksichtigt, darunter Patientinnen mit über 50 verschiedenen Krebsarten, Patientinnen mit anderen Erkrankungen sowie gesunde Personen. Die Sensitivität und Spezifität aller Verfahren lagen bei 89% bzw. 90%, wobei die Kupferchlorid-Kristallisation nach E. Pfeiffer die höchste Genauigkeit zeigte. Trotz hoher Heterogenität der Studien und eines möglichen Verzerrungsrisikos sind die Ergebnisse vielversprechend und deuten darauf hin, dass die bildschaffenden Verfahren weiter erforscht und für die Krebsdiagnostik geprüft werden sollten.

12.03.2026: Jan-Dirk Monden, Torsten Arncken & Matthias Rang
«Grundlagenforschung zu den Qualitäten des Metallfarblichts»

Die Kunsttherapeutin Marianne Altmaier begründete 2001 aus der Inspiration an den Fenstern des Goetheanum die anthroposophische Metallfarblichttherapie. Das Forschungsprojekt untersucht die Wirkungen von metallbasiert gefärbtem Licht, wie es in dieser Therapieform verwendet wird, im Vergleich zu konventionell erzeugtem Farblicht, um mögliche spezifische Effekte der metallischen Prägung des Lichts zu identifizieren. Im Zentrum steht die Frage, ob sich qualitative oder messbare Unterschiede in biologischen, physiologischen oder wahrnehmungsbezogenen Reaktionen nachweisen lassen, die nicht allein auf die Farbigkeit des Lichts zurückzuführen wären. Ziel ist es, durch einen multimodalen Untersuchungsansatz zur wissenschaftlichen Fundierung und Differenzierung der Metallfarblichttherapie beizutragen.

19.03.2026: Markus Buchmann
 «Beitrag der Bildekräfteforschung zur anthroposophischen Ätherlehre» 

Die Wissenschaft vom Ätherischen stützt sich seit dem 20. Jahrhundert hauptsächlich auf die Schilderungen von Rudolf Steiner. Insbesondere die Unterscheidung in die 4 Ätherarten beruht auf den Steinerschen Erkenntnissen. Meist werden neue Charakterisierungen dazu aus diesen Quellen deduktiv erschlossen. Die Bildekräfteforschung als ein Zweig der anthroposophischen Ätherforschung versucht, Erkenntnisse über das Ätherische aus der imaginativen Betrachtung der ätherischen Welt induktiv zu erschliessen. Im Beitrag wird von imaginativen Anschauungen zu den Ätherarten und einigen daraus entstandenen Erkenntnissen berichtet und versucht, diese teilweise in bildhafter Form darzustellen. Zum Schluss wird kurz auf Berichte zu neuartigen Phänomenen im Ätherischen eingegangen und diskutiert.

26.03.2026: Johannes Kühl
 «Ehrenfried Pfeiffer – Naturwissenschaftler und Mitarbeiter Rudolf Steiners» 

Ehrenfried Pfeiffer (1899–1961) wurde bereits als Student Mitarbeiter Rudolf Steines. Er hat zusammen mit Günther Wachsmuth das Forschungsinstitut am Goetheanum begründet und ist «Erfinder» der Methode der empfindlichen Kristallisation, und er war Esoteriker. Zeitlebens hat er für eine anthroposophische Naturwissenschaft und die biologisch-dynamische Landwirtschaft gearbeitet. In dem Kolloquium wollen wir auf sein Leben und seine Arbeit blicken.