Anthroposophische Metallfarblichttherapie: Grundlagenforschung zu den Qualitäten des Metallfarblichts – 2025

|   Physik, Chemie, Gäste

Matthias Rang, Torsten Arncken, Jan-Dirk Monden (Projektleitung)

Das dreijährige Projekt verfolgt das Ziel, die Qualitäten des in der anthroposophischen Metallfarblichttherapie verwendeten Metallfarblichts in einem multimodalen Forschungsansatz wissenschaftlich zu charakterisieren. Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen der konkreten experimentellen Umsetzung.

Zentraler Bestandteil der Forschung war die Arbeit mit acht standardisiert gebauten Farblicht-Kästen: drei mit Metallfarbgläsern – Eisen-Grün, Kupfer-Blau, Gold-Rot –, drei mit farblich entsprechenden Polymer-Farbfolien sowie zwei Kontrollkästen. Unterschiedliche Pflanzenarten wurden zeitgleich in repetitiven Zyklen unter diesen Bedingungen kultiviert. Erstmals war so ein direkter Vergleich zwischen den Wirkungen von nicht-metallischem Polymer-Farblicht (PFL) und durch metallische Substanzen erzeugtem Farblicht (MFL) auf Pflanzenwachstum möglich. Die Pflanzen wurden dokumentiert und nach definierten Kriterien unter Einbezug goetheanistischer Methoden morphologisch ausgewertet.

Ein zentrales Ergebnis war das Auftreten erkennbarer Wachstumsunterschiede der in qualitativ unterschiedlichem Farblicht gewachsenen Pflanzen, z.B. bei Tagetes tenuifolia in grünem Eisen-MFL. Hier traten Veränderungen der Blattarchitektur auf, die unter grünem PFL nicht beobachtet wurden. Auch bei Kalanchoe daigremontianum und Lavandula officinalis zeigten sich interessante Unterschiede. Die Blätter der Pflanzen unter den mit Metallen gefärbten Gläsern zeigten eine deutliche Fleckenbildung auf der Unterseite, während die Blätter der Pflanzen unter den Farbfolien kaum oder eine verspätet einsetzende Fleckung zeigten. Die Befunde sprechen dafür, dass Metallfarblicht über die reine Farbwirkung hinaus eigenständige, qualitativ differenzierte Einflüsse auf pflanzliche Wachstumsprozesse ausübt.

Flankierend wurden die analytischen Grundlagen weiterentwickelt. Messungen der Transmissionsspektren der Gläser und eine Substanzanalyse der Metallfarblichtgläser mittels LA-ICP-Massenspektrometrie wurden durchgeführt, weiterhin Untersuchungen mittels Fluoreszenz-Anregungs-Spektroskopie (siehe Projekt: Systemische und immaterielle Einflüsse auf Lebensvorgänge – Untersuchungen mit der FAS). Mithilfe der Methodik der Verbildlichung der reinen Sinnenwahrnehmung versuchten wir über die Duft-Wahrnehmung der Pflanzen erweiterte Erkenntnisse zu gewinnen.

Im Forschungsjahr 2025 gelang damit der Übergang von der konzeptionellen Aufbauphase in eine systematische Untersuchungsphase. Ziel des Projekts bleibt es, die wissenschaftliche Evidenz der Metallfarblichttherapie zu stärken, um diese für die Zukunft zu sichern, damit sie erkrankten Menschen begründbarer zur Verfügung steht.

 

SPENDEN SIE JETZT ONLINE


Oder per Banküberweisung:

CHF              EUR
Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft
Postfach, 4143 Dornach/Schweiz
Raiffeisenbank Dornach, CH–4143 Dornach
BIC: RAIFCH22
IBAN: CH54 8080 8001 1975 4658 2
⇨ Zahlungszweck: KST 1116
 Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft
Postfach, 4143 Dornach/Schweiz
GLS Gemeinschaftsbank eG, DE-44708 Bochum
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE53 4306 0967 0000 9881 00
⇨ Zahlungszweck: KST 1116
Acht Farblichtkästen auf der Dachterrasse des Glashauses auf dem Goetheanum-Campus in Dornach. In diesen werden die Wachstumsversuche mit Pflanzen verschiedener Arten durchgeführt.
Tagetes tenuifolia. Links: gewachsen unter Kontrollbedingungen, klare Glassubstanz. Feingegliederte Blattstruktur. Rechts: gewachsen unter grünem Metallfarblichtglas (Eisen). Die Blätter erscheinen kräftiger, aber plumper, weniger differenziert.
Zurück